
Psychotherapeutischer Ansatz
Eine typische Sitzung in meiner Praxis umfasst tiefenpsychologisch fundierte Einzeltherapie für Erwachsene aller Altersgruppen. Ich behandle ein breites Spektrum an Störungen und Beschwerden, die mit ambulanter Psychotherapie behandelbar sind. Dazu gehören beispielsweise Depressionen, Ängste, Reaktionen auf Lebensveränderungen, belastende Erfahrungen und psychosomatische Beschwerden. Bei tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie handelt es sich um eine Anwendungsform der psychoanalytischen Theorie, die sich durch einmal wöchentliche Gespräche im Sitzen und eine begrenztere Zielsetzung auszeichnet. Die Sitzungen sind sowohl in Präsenz als auch je nach Absprache auch Online möglich.
Probatorik
Zu Beginn einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie stehen die sogenannten probatorischen Sitzungen. In der Regel umfasst diese Phase drei bis fünf Gespräche, die dazu dienen, sich gegenseitig kennenzulernen und eine erste Grundlage für die gemeinsame Arbeit zu schaffen. Im Mittelpunkt steht dabei das Verstehen Ihrer aktuellen Beschwerden und Anliegen sowie ein erster Blick auf Ihre Lebensgeschichte und die Zusammenhänge, die zu Ihren Schwierigkeiten beigetragen haben könnten. Gleichzeitig wird geprüft, ob die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie die geeignete Behandlungsform für Sie ist und ob die therapeutische Beziehung eine tragfähige Basis bietet. Am Ende dieses Gesprächs soll klar sein, ob die Grundvoraussetzungen für eine Behandlung gegeben sind und ob Sie sich bei mir wohl und verstanden fühlen.
Gemeinsame Entscheidung für oder gegen eine gemeinsame Arbeit
Am Ende der Probatorik steht die Entscheidung über die Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit.
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Wann ist die Entscheidung positiv? Wenn sowohl Sie als auch ich zu dem Schluss kommen, dass die Probleme einer psychotherapeutischen Behandlung zugänglich sind, dass die Arbeitsallianz (das Vertrauensverhältnis) stabil ist und dass meine therapeutische Methode für Ihr Anliegen geeignet ist. In diesem Fall stelle ich den Antrag auf Kostenübernahme für die Therapie bei Ihrer Krankenkasse.
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Wann ist die Entscheidung negativ? Wenn beispielsweise eine andere Therapieform (z.B. stationär oder Verhaltenstherapie) als sinnvoller erscheint, wenn es große Meinungsverschiedenheiten über die Ziele gibt oder wenn das persönliche Verhältnis keinen geeigneten Arbeitsrahmen bietet. In diesem Fall helfe ich Ihnen bei der Weitervermittlung an einen passenderen Kollegen oder eine geeignete Institution.
Reguläre Therapie
Nach der Genehmigung durch die Krankenkasse beginnt die eigentliche Therapiephase. Die Sitzungen finden in der Regel einmal wöchentlich statt und dauern jeweils 50 Minuten. Im Mittelpunkt der therapeutischen Arbeit steht die Erkundung unbewusster Konflikte, innerer Muster und biografischer Zusammenhänge, die das aktuelle Erleben und Verhalten beeinflussen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie vergangene Erfahrungen – insbesondere aus der Kindheit und Jugend – bis in die Gegenwart hineinwirken. Ziel ist es, diese Zusammenhänge schrittweise ins Bewusstsein zu heben, um mehr Handlungsspielraum, innere Freiheit und ein tieferes Verständnis für sich selbst zu gewinnen. Die Therapiedauer ist individuell verschieden und richtet sich nach den jeweiligen Anliegen und dem Verlauf des therapeutischen Prozesses.